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Geschichte - Heimattiergarten Fürstenwalde

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Heimattiergarten Fürstenwalde
 
Entstehung und Entwicklung des Heimattiergarten Fürstenwalde
Herr Günter Bohr reichte am 10. Juni 1969 mit Unterstützung der Tierparks Berlin und Eberswalde an den Rat der Stadt Fürstenwalde einen Vorschlag zur Errichtung eines Heimattiergartens im Stadtpark als Erholungs- und Lehrstätte ein.

Bis 1971 dauerte es, bis dafür im Vorfeld die ersten drei Volieren nördlich der Freilichtbühne mit dem Besatz von Fasanen, Waldohreule, Waldkauz und Mäusebussard fertiggestellt wurden. Für die ehrenamtliche Betreuung dieses Tierbestandes bestätigte der damalige Stadtrat Johannes Ulbricht Herrn Günter Bohr, der im Bereich Kultur des Rates der Stadt angestellt war.
Wesentliche Unterstützer beim Bau dieser Volieren waren dabei die Arbeitsgemeinschaft Ornithologie im Kulturbund der DDR, die FDJ-Grundorganisation des VEB Gaselan und die Berufsschule des VEB BMK Ost.
Ab 1973 arbeitete ein einrichtungsübergreifendes Aktiv an der Vorplanung des jetzigen Heimattiergartens unter Leitung des damaligen Stadtbaudirektors Herrn Bellach.

Am 11. November 1974 beschlossen die Stadtverordneten den Aufbau des Heimattiergartens. Im Wesentlichen erfolgten die Arbeiten durch freiwillige Arbeitsleistungen und großer Unterstützung der Fürstenwalder Unternehmen.
Am 5. Oktober 1975 konnte der damalige Bürgermeister Johannes Ulbricht den ersten Abschnitt des Heimattiergartens mit Ponygehege, Waldvogelvoliere und Flugvoliere für den Steppenadler, heute Steinadler, eröffnen.

Schon am 12. Oktober 1976 fand in Fürstenwalde ein Konsultationstag der Tiergärten von Berlin und den Bezirken Frankfurt/Oder und Potsdam unter Leitung von Professor Doktor Doktor Heinrich Dathe statt und dabei wurde der zweite Abschnitt des Heimattiergartens zur Besichtigung für alle freigegeben.
Bereits in dieser Anfangszeit wurden fünf der neu geschaffenen Volieren mit Tieren aus dem Berliner Tierpark besetzt.
Der ehrenamtliche weitere Ausbau bescherte dem Heimattiergarten im Jahr 1977 Reh- und Muffelwildgehege sowie fünf weitere Volieren für Eulen. Es wurden erste Führungen speziell zu Greifvögeln angeboten, die regelmäßig von Herrn Bohr durchgeführt wurden.
1978 wurden Gehege für Waschbär, Marderhund, Fuchs und Steinmarder errichtet und Herr Bohr  ist nun hauptamtlicher Tierparkleiter.
Von 1979 bis 1982 entstanden durch stetige Erweiterungen ein Mehrzweckgebäude für die Tierpfleger, eine Rabenvoliere, die Fasanerie mit 10 Volieren, eine öffentliche Toilette, eine Futterküche, die Teichanlage und eine Quarantänestation.

Das Großprojekt Fluganlage für Seeadler wurde 1983 übergeben. Ein Jahr später gelang die erste Nachzucht bei Seeadlern in Gefangenschaft in der DDR.  
Zum zehnjährigen Bestehen und wegen der guten Haltungsbedingungen im Heimattiergarten schenkte der Tierpark Berlin dem Heimattiergarten ein Wisentpaar.

In der Umbruchzeit 1990 stellte sich die erste finanzielle Krise ein. Erste Gedanken zur Gründung eines Fördervereins wurden angestellt. Das Überleben konnte nur durch großzügige Futterspenden der Futtermittel GmbH und des VEG Lindenberg sowie mit einer Tierparklotterie gesichert werden.
Zur Sicherung der Existenz des Heimattiergartens erfolgt der Aufruf, einen Förderverein zu gründen. Die Vereinsgründung fand am 16. Februar 1991 statt, erster Vorsitzender war Doktor Einhorn. Am 23. Januar 1992 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss, den Heimattiergarten in freie Trägerschaft zu geben, die Übernahme durch den Förderverein des Heimattiergartens Fürstenwalde e. V. erfolge dann am 1. März 1992.
Durch ehrenamtliche Arbeit wurde 1993 der Imbiss, damals noch Café, im Zentrum der Anlage errichte. Auf Initiative von Herrn Gedat konnte im gleichen Jahr die Zooschule fertiggestellt werden. Für die Kleinsten wurde ein Spielplatz errichtet und die die Tierpatenschaften wurden ins Leben gerufen.

1994 wurde Herr Wolf-Dieter Erdmann als neuer Vereinsvorsitzender gewählt.
In den folgenden Jahren entstehen viele weitere Gehege, ein neues Eingangsgebäude und das Wisentschaufenster.

2001 beteiligt sich der Heimattiergarten mit seinen Luchsnachzuchten an einem Auswilderungsprogramm im Harz.
2005 erfolgt der erste Geschäftsführerwechsel. Günter Bohr tritt in den wohlverdienten Ruhestand und Uwe Drewitz übernimmt die Aufgabe.

Die erste Auszubildende wird 2010 als Zootierpflegerin übernommen.

In den Jahren 2012 bis 2014 erfolgen, mit Hilfe von Lottomitteln, der Unterstützung der Sparkasse Oder-Spree und ehrenamtlichen Helfern, mehrere Sanierungen, Renovierungen und Umbauten.

2015 konnte durch die großzügige Spende von Frau Dr. Buschle die Zwergotteranlage eröffnet werden.

2018 wird die Eulenburg eröffnet. Ein Projekt finanziert aus dem Bürgerbudgets und gebaut in Eigenleistung.

Nach mehr als 15 Jahren verabschiedet sich Uwe Drewitz 2021 in den Ruhestand.

 
Heimattiergarten Fürstenwalde
Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 10 b
15517 Fürstenwalde



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